Aktivrente kommt: Steuerfreier Zuverdienst ab 67
19.12.2025 · Quelle: Baker Tilly
Mit der sogenannten Aktivrente soll das Weiterarbeiten im regulären Rentenalter attraktiver werden. Für Betriebe eröffnet das die Chance, erfahrene Fachkräfte länger zu halten – setzt aber voraus, dass Arbeitszeiten und Verdienste sauber dokumentiert sind.
Die Grundidee ist einfach: Wer das reguläre Rentenalter erreicht hat und weiterarbeiten möchte, soll einen Teil des Hinzuverdienstes begünstigt behalten können. Damit reagiert die Politik auf den Fachkräftemangel und auf den Wunsch vieler Menschen, auch jenseits der Altersgrenze beruflich aktiv zu bleiben – sei es in Teilzeit, projektbezogen oder beratend.
Für Arbeitgeber ist das eine interessante Perspektive. Erfahrene Beschäftigte tragen wertvolles Wissen, eingespielte Abläufe und Kundenkontakte in sich. Wenn der Übergang in den Ruhestand fließender gestaltet werden kann, lassen sich Know-how-Verluste abfedern und Nachfolgeprozesse besser organisieren. Flexible Modelle wie reduzierte Stunden oder befristete Einsätze werden dadurch attraktiver.
Damit solche Modelle reibungslos funktionieren, ist eine genaue Zeit- und Verdiensterfassung wichtig. Gerade bei reduzierten oder schwankenden Arbeitszeiten muss klar dokumentiert sein, wann und wie lange gearbeitet wurde. Eine verlässliche Erfassung schafft die Grundlage für eine korrekte Abrechnung und für die saubere Zuordnung von Verdiensten.
Für KMU empfiehlt sich, frühzeitig Gespräche mit Beschäftigten kurz vor dem Rentenalter zu führen und passende Arbeitszeitmodelle anzubieten. Wer flexible Strukturen vorhält und seine Erfassung darauf einstellt, kann erfahrene Mitarbeitende leichter halten – ein klarer Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Baker Tilly).