Darum sollten Sie die unangenehmste Aufgabe zuerst erledigen
03.11.2024 · Quelle: Merkur
Die unangenehmste Aufgabe zuerst zu erledigen, ist ein altbekannter Produktivitätstipp – oft bildhaft als „den Frosch schlucken“ beschrieben. Dahinter steckt mehr als ein Motivationsspruch: Wer die schwerste Aufgabe an den Anfang stellt, befreit den Rest des Tages von einer mentalen Last und arbeitet konzentrierter.
Der Grundgedanke ist einfach. Unangenehme Aufgaben werden gern aufgeschoben, und dieses Aufschieben kostet Energie. Den ganzen Tag schwebt die ungeliebte Tätigkeit im Hintergrund mit, lenkt ab und drückt auf die Stimmung. Erledigt man sie hingegen früh, ist der größte Brocken weg, bevor Müdigkeit und Ablenkungen zunehmen.
Hinzu kommt, dass die Konzentrationsfähigkeit bei vielen Menschen am Morgen am höchsten ist. Anspruchsvolle oder fordernde Aufgaben profitieren von dieser frischen Energie. Wer sie nach hinten schiebt, bearbeitet sie ausgerechnet dann, wenn die Leistungskurve bereits abfällt – das Ergebnis leidet, und die Aufgabe fühlt sich noch schwerer an.
Der frühe Erfolg hat zudem einen psychologischen Schub. Eine schwierige Sache hinter sich zu haben, erzeugt ein Gefühl von Kontrolle und Schwung, das die folgenden Aufgaben leichter erscheinen lässt. Aus einem zähen Start wird ein produktiver Tag.
Wer das System unterstützen will, braucht Klarheit darüber, wofür die eigene Zeit tatsächlich draufgeht. Eine einfache Erfassung der Tätigkeiten macht sichtbar, wann unangenehme Aufgaben immer wieder verschleppt werden und wie viel Zeit das Hin und Her kostet. Aus dieser Selbstbeobachtung lassen sich realistischere Tagespläne ableiten.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Merkur).