DM-Chef Christoph Werner zu Krankenstand in Deutschland
18.01.2025 · Quelle: Businessinsider
Äußerungen prominenter Unternehmenslenker zum Krankenstand sorgen regelmäßig für Diskussionen. Für die meisten Arbeitgeber ist weniger die Schlagzeile interessant als die praktische Frage, wie sie selbst sachlich und fair mit Fehlzeiten umgehen können.
Wenn der Krankenstand zum öffentlichen Thema wird, entsteht leicht der Eindruck, es gehe vor allem um Schuld und Misstrauen. Für die betriebliche Praxis ist diese Verengung wenig hilfreich. Sinnvoller ist es, das Thema als Frage von Arbeitsbedingungen, Planung und Fürsorge zu betrachten.
Ein erster, oft unterschätzter Schritt ist die saubere Erfassung von Abwesenheiten. Erst wenn Krankmeldungen, Dauer und Häufigkeit nachvollziehbar dokumentiert sind, lässt sich überhaupt seriös beurteilen, ob und wo ein Betrieb ein Thema hat. Pauschale Aussagen über „zu viel Krankheit“ helfen dagegen selten weiter.
Mit dem digitalen Abruf von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ist der Umgang mit Krankmeldungen für viele Betriebe ohnehin strukturierter geworden. Die Informationen fließen geordnet in die Personalverwaltung, was Aufwand spart und ein konsistentes Bild der Fehlzeiten schafft.
Die wirksamsten Antworten auf einen hohen Krankenstand liegen in guten Arbeitsbedingungen und in einem Klima, in dem niemand krank zur Arbeit kommen muss. Daten liefern dafür die Orientierung, die Lösung selbst entsteht aus Führung, Organisation und Respekt gegenüber den Beschäftigten.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Businessinsider).