GEW und Lehrerverband: Lehrer arbeiten zu viel – Gewerkschaft in Oldenburg drängt auf Zeiterfassung
17.04.2025 · Quelle: Nwzonline
Die Diskussion um die Arbeitszeit von Lehrkräften zeigt beispielhaft, warum eine verlässliche Zeiterfassung in vielen Branchen an Bedeutung gewinnt. Wo Überstunden unsichtbar bleiben, fehlt die Grundlage für faire Entlastung.
Lehrkräfte arbeiten weit über den sichtbaren Unterricht hinaus. Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und organisatorische Aufgaben summieren sich zu einem erheblichen Arbeitsvolumen, das im offiziellen Stundenplan nicht erscheint. Genau diese unsichtbare Arbeit führt dazu, dass Überlastung lange unbemerkt bleibt.
Gewerkschaften und Verbände fordern deshalb eine systematische Zeiterfassung. Ihr Argument ist einfach: Nur wer die tatsächlich geleistete Arbeit dokumentiert, kann beurteilen, ob die Belastung angemessen ist und wo Entlastung nötig wäre. Ohne belastbare Zahlen bleibt die Debatte über Überstunden im Ungefähren.
Das Beispiel lässt sich auf viele Bereiche übertragen. Auch in anderen Berufen entsteht ein großer Teil der Arbeit abseits klar sichtbarer Zeiten. Ohne Erfassung wird Mehrarbeit weder erkannt noch ausgeglichen, was langfristig zu Frust und Erschöpfung führen kann.
Eine digitale Zeiterfassung schafft hier die nötige Transparenz. Sie macht geleistete Stunden sichtbar, dokumentiert Mehrarbeit nachvollziehbar und liefert die Datengrundlage, um Belastungen fair zu verteilen und gezielt gegenzusteuern.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Nwzonline).