Homeoffice: So viele Beschäftigte machen bei der Arbeit kurze Nickerchen
12.01.2025 · Quelle: Manager-magazin
Im Homeoffice verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Erholung. Umfragen deuten darauf hin, dass ein beachtlicher Teil der Beschäftigten während der Arbeitszeit ein kurzes Nickerchen einlegt. Für Arbeitgeber wirft das Fragen nach Vertrauen, Produktivität und der richtigen Form der Zeiterfassung auf.
Das Nickerchen am heimischen Schreibtisch ist Ausdruck einer veränderten Arbeitswelt. Ohne die Sichtbarkeit des Büros gestalten viele Beschäftigte ihren Tag flexibler und richten ihn stärker an ihrem persönlichen Energiehaushalt aus. Eine kurze Ruhepause kann dabei durchaus der Konzentration dienen, weil sie die Leistungsfähigkeit am Nachmittag wiederherstellt.
Aus Sicht des Arbeitgebers ist entscheidend, ob die vereinbarte Arbeitsleistung erbracht wird. Bei ergebnisorientierter Arbeit zählt das Resultat mehr als die lückenlose Präsenz Minute für Minute. Solange Aufgaben zuverlässig und in der vereinbarten Qualität erledigt werden, ist eine kurze Erholungspause weniger ein Problem als ein Zeichen selbstbestimmten Arbeitens.
Heikel wird es, wenn Pausen als Arbeitszeit erfasst werden, obwohl in dieser Zeit nicht gearbeitet wird. Hier hilft Klarheit: klare Absprachen darüber, was als Arbeitszeit gilt, und eine Zeiterfassung, die Pausen sauber abbildet. So bleibt das System ehrlich, ohne dass ein Klima der Überwachung entsteht.
Letztlich ist das Thema vor allem eine Vertrauensfrage. Wer Beschäftigten Spielraum gibt und zugleich klare Erwartungen an Erreichbarkeit und Ergebnisse formuliert, schafft eine tragfähige Grundlage. Eine flexible, transparente Zeiterfassung unterstützt das, weil sie Verlässlichkeit schafft, ohne den Arbeitsalltag zu verengen.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Manager-magazin).