Kaum Widerstand gegen elektronische Patientenakte, Arbeitgeber gegen telefonische Krankschreibung | MDR.DE
29.10.2024 · Quelle: Mdr
Zwei Entwicklungen im Gesundheitswesen prägen die Diskussion zugleich: die wachsende Akzeptanz digitaler Patientenakten und die kontroverse Bewertung der telefonischen Krankschreibung. Während digitale Akten auf vergleichsweise breite Zustimmung stoßen, bleibt die telefonische Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit unter Arbeitgebern umstritten.
Die elektronische Patientenakte soll Gesundheitsdaten gebündelt verfügbar machen, damit Behandlungen besser aufeinander abgestimmt werden können. Dass dieser Ansatz auf vergleichsweise wenig Widerstand stößt, deutet auf eine wachsende Vertrautheit mit digitalen Lösungen im Alltag hin, sofern Datenschutz und Selbstbestimmung gewahrt bleiben.
Anders verhält es sich bei der telefonischen Krankschreibung. Hier äußern Arbeitgeberseiten Bedenken, weil eine Beurteilung ohne persönlichen Eindruck als weniger belastbar empfunden wird. Befürworter verweisen dagegen auf den Infektionsschutz und die Entlastung der Praxen.
Für Betriebe ist relevant, dass die Art der Feststellung nichts an den grundlegenden Pflichten ändert. Eine Arbeitsunfähigkeit muss weiterhin gemeldet werden, und der Nachweis erreicht die zuständigen Stellen über die etablierten Meldewege.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Mdr).