Mindestlohn 2026 und 2027: So viel muss gezahlt werden
2026 · Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung
Im Handwerk und in vielen anderen lohnintensiven Branchen schlägt jede Veränderung des Mindestlohns unmittelbar auf die Kalkulation durch. Wenn Anpassungen über mehrere Stufen hinweg angekündigt werden, ist vorausschauende Planung besonders wichtig. Betriebe, die ihre Lohnkosten frühzeitig durchrechnen, behalten ihre Angebote und Margen im Griff und vermeiden böse Überraschungen.
Gerade in personalintensiven Gewerken macht der Lohn einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Steigt die Lohnuntergrenze, erhöhen sich nicht nur die direkten Personalkosten, sondern häufig auch die darauf aufbauenden Nebenkosten. Eine genaue Kalkulation ist deshalb die Grundlage für tragfähige Preise.
Werden Erhöhungen über mehrere Schritte angekündigt, lassen sich diese in die mittelfristige Planung einbeziehen. Betriebe können Angebote mit längerer Laufzeit so gestalten, dass künftige Lohnsteigerungen bereits berücksichtigt sind. Das schützt vor Margenverlusten bei langfristigen Aufträgen.
Wichtig ist außerdem, das interne Lohngefüge im Blick zu behalten. Wenn die unterste Stufe angehoben wird, rücken Fachkräfte und Hilfskräfte näher zusammen. Um Anreize und Wertschätzung zu erhalten, passen viele Betriebe auch höhere Lohngruppen an.
Eine verlässliche Erfassung der Arbeits- und Projektzeiten unterstützt die Kalkulation zusätzlich. Wer genau weiß, wie viele Stunden in einen Auftrag fließen, kann Preise realistisch ansetzen und die Auswirkungen steigender Löhne präzise einschätzen.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Deutsche Handwerks Zeitung).