Telefonische Krankschreibung: Arzt nennt Forderung aus Berlin "hahnebüchen"
02.11.2024 · Quelle: Ndr
Die telefonische Krankschreibung erlaubt es, sich bei bestimmten Beschwerden ohne persönlichen Praxisbesuch krankschreiben zu lassen. Sie wird sowohl gelobt als auch kritisiert. Für Betriebe ist es sinnvoll, die Vorteile und Bedenken zu kennen und den eigenen Umgang damit zu klären.
Befürworter sehen in der telefonischen Krankschreibung eine sinnvolle Entlastung. Beschäftigte mit leichteren Beschwerden müssen nicht erst in eine Praxis fahren, wodurch volle Wartezimmer und unnötige Ansteckungen vermieden werden. Auch Ärztinnen und Ärzte können ihre Zeit so gezielter einsetzen.
Kritiker befürchten dagegen, dass eine Krankschreibung ohne persönlichen Kontakt zu leichtfertig erfolgen könnte. Die Sorge ist, dass die ärztliche Einschätzung ohne unmittelbaren Eindruck weniger fundiert ausfällt. Befürworter halten dem entgegen, dass erfahrene Fachkräfte auch im Gespräch gut einschätzen können, ob ein persönlicher Termin nötig ist.
Für den betrieblichen Alltag ändert sich am grundlegenden Ablauf wenig. Beschäftigte melden sich krank, lassen die Arbeitsunfähigkeit feststellen und reichen die entsprechenden Nachweise ein. Der Weg, auf dem die Feststellung erfolgt, ist für die betriebliche Planung zweitrangig.
Wichtig ist ein vertrauensvoller Umgang. Wer erkrankten Beschäftigten Vertrauen entgegenbringt und gleichzeitig klare Abläufe für Krankmeldung und Nachweise vorhält, schafft eine gute Grundlage. Eine verlässliche Fehlzeitenerfassung unterstützt die Organisation.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (Ndr).