Zwei-Pizza-Regel: Was man von Amazons Meetings lernen kann
23.10.2024 · Quelle: DAS INVESTMENT
Die sogenannte Zwei-Pizza-Regel ist eine bekannte Faustformel für die Größe von Arbeits- und Meeting-Gruppen: Ein Team sollte nie größer sein, als dass zwei Pizzen alle Beteiligten satt machen würden. Hinter dem augenzwinkernden Bild steckt eine ernste Erkenntnis über Kommunikation, Effizienz und den Umgang mit der wertvollen Ressource Arbeitszeit.
Der Grundgedanke ist, dass kleine Gruppen schneller und besser zusammenarbeiten als große. Mit jeder zusätzlichen Person steigt die Zahl der nötigen Abstimmungen überproportional. Was in einer Runde von vier oder fünf Personen in Minuten geklärt ist, zieht sich in einer Gruppe von zwölf zu langen, zähen Diskussionen. Kleine Teams treffen Entscheidungen zügiger, übernehmen klarer Verantwortung und produzieren weniger Reibungsverluste.
Übertragen auf Meetings bedeutet die Regel, dass man bei jeder Einladung kritisch prüfen sollte, wer wirklich gebraucht wird. Jede zusätzliche Teilnehmerin und jeder zusätzliche Teilnehmer kostet nicht nur eigene Arbeitszeit, sondern verlängert auch die Besprechung für alle anderen. Große Runden neigen dazu, dass viele zuhören, aber nur wenige beitragen, während die übrigen ihre Zeit in einem für sie wenig produktiven Termin verbringen.
Für Betriebe lohnt es sich, die in Meetings investierte Zeit überhaupt sichtbar zu machen. Wer erfasst, wie viel Arbeitszeit in Besprechungen fließt, erkennt schnell, wie teuer große Runden tatsächlich sind. Diese Transparenz hilft, Meetings bewusster zu planen, Teilnehmerkreise zu verkleinern und die gewonnene Zeit für die eigentliche Wertschöpfung zu nutzen.
Redaktioneller Überblick in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Quelle (DAS INVESTMENT).