Gleitzeitkonto
Ein Gleitzeitkonto ist ein Arbeitszeitkonto, auf dem die im Rahmen der Gleitzeit selbstbestimmten Arbeitszeiten als Guthaben oder Schuld erfasst und über einen begrenzten Zeitraum ausgeglichen werden.
Gleitzeit erlaubt es Beschäftigten, Beginn und Ende der täglichen Arbeit innerhalb vorgegebener Spannen selbst zu bestimmen, während die vereinbarte Gesamtarbeitszeit erhalten bleibt. Das Gleitzeitkonto bildet die buchhalterische Grundlage dieses Modells, indem es die tatsächlich geleisteten Stunden gegen die Sollzeit verrechnet.
Viele Gleitzeitmodelle kennen eine Kernarbeitszeit, in der grundsätzlich alle anwesend sein müssen, sowie Gleitspannen davor und danach. Bei der einfachen Gleitzeit ist die tägliche Dauer festgelegt, bei der qualifizierten Gleitzeit können Beschäftigte auch die Länge des Arbeitstags variieren, solange die Periodensollzeit erreicht wird.
Ein Zeitguthaben kann in der Regel durch Freizeitausgleich abgebaut werden. Eine Zeitschuld wirkt wie ein Vorschuss und wird mit späteren Mehrstunden verrechnet; die zulässige Höhe des Minussaldos ist üblicherweise vertraglich begrenzt. Auch für das Guthaben gelten häufig Obergrenzen sowie Regeln, bis wann es abzubauen ist.
Unabhängig von der Flexibilität bleiben die gesetzlichen Grenzen des Arbeitszeitgesetzes verbindlich, insbesondere die tägliche Höchstarbeitszeit sowie Pausen- und Ruhezeiten. In Tätigkeiten mit festen Schichten oder zwingender Gleichzeitigkeit lässt sich Gleitzeit nur eingeschränkt einsetzen.
Im DACH-Vergleich: Österreich: Gleitzeitsaldo nach Gleitzeitvereinbarung, Übertragsregeln im Kollektivvertrag. Schweiz: Gleitzeitsaldo betrieblich geregelt.
Allgemein verständliche Zusammenfassung in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Quelle: Wikipedia.