Funktionszeit
Die Funktionszeit ist ein flexibles Arbeitszeitmodell, bei dem nicht einzelne Personen, sondern das Team gemeinsam dafür sorgt, dass eine Abteilung während festgelegter Servicezeiten arbeitsfähig bleibt.
Die Funktionszeit gilt als Weiterentwicklung der Gleitzeit. An die Stelle der personenbezogenen Kernzeit treten sogenannte Funktions- oder Servicezeiten. Diese legen fest, in welchem Zeitrahmen eine Abteilung ihre Leistungen anbietet und entsprechend besetzt sein muss.
Der wesentliche Unterschied zur Kernzeit besteht darin, dass Funktionszeiten nicht an einzelne Beschäftigte gebunden sind. Bestimmt wird lediglich, wie viele Personen mit welchen Qualifikationen in einem Zeitfenster benötigt werden, damit der Betrieb reibungslos läuft.
Innerhalb dieses Rahmens organisiert sich das Team selbst. Die Beschäftigten stimmen untereinander ab, wer wann arbeitet, sodass die erforderliche Mindestbesetzung zuverlässig abgedeckt ist. Dadurch entsteht eine gemeinsame Verantwortung für die Erreichbarkeit der Abteilung.
Die Funktionszeit verbindet so ein hohes Maß an individueller Flexibilität mit der Sicherstellung der betrieblichen Anforderungen. Sie ist besonders in Bereichen verbreitet, in denen feste Servicezeiten gegenüber Kunden oder anderen Abteilungen eingehalten werden müssen.
Im DACH-Vergleich: Deutschland: kein eigener Begriff, am ehesten als Kernzeit-Variante in Gleitzeit. Schweiz: kein etablierter Begriff, Blockzeiten in der gleitenden Arbeitszeit.
Allgemein verständliche Zusammenfassung in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Quelle: ifaa-Lexikon.