Stechuhr (Stempeluhr)
Die Stechuhr beziehungsweise Stempeluhr ist ein historisches mechanisches Gerät, das den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende von Beschäftigten durch einen Zeitaufdruck auf einer Karte festhält.
Eine Stempeluhr druckt die aktuelle Uhrzeit automatisch auf eine Karte, meist aus Karton. Diese Karte enthält Zeilen für die einzelnen Tage eines Monats; viele Geräte wechselten selbsttätig zwischen den Spalten für Kommen und Gehen. So entstand eine nachvollziehbare Aufstellung der täglichen Arbeitszeiten.
Die Entwicklung solcher Geräte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Frühe Konstruktionen entstanden im Umfeld von Kontroll- und Wächteruhren; gegen Ende des Jahrhunderts kamen Geräte auf, die die Zeit direkt auf Karten stempelten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Stempeluhren industriell gefertigt und weit verbreitet eingesetzt.
Begrifflich unterscheidet man Stechuhren mit Papierstreifen von Stempeluhren mit Stempelkarten, wobei beide Bezeichnungen im allgemeinen Sprachgebrauch häufig gleichbedeutend verwendet werden. Der Begriff steht bis heute sinnbildlich für die betriebliche Zeiterfassung.
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden mechanische Geräte zunehmend durch elektronische und digitale Systeme abgelöst. Moderne Lösungen arbeiten mit Chipkarten, Codes, biometrischen Verfahren oder mobilen Anwendungen und sind oft mit Zutrittskontrolle und Auswertungssoftware verbunden.
Im DACH-Vergleich: Österreich: Stempeluhr/Zeiterfassung erfüllt die Aufzeichnungspflicht nach AZG. Schweiz: Zeiterfassungssysteme nach ArG, vereinfachte Erfassung möglich.
Allgemein verständliche Zusammenfassung in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Quelle: Wikipedia.