Schichtarbeit
Schichtarbeit bezeichnet eine Arbeitsorganisation, bei der mehrere Beschäftigte nach einem festen Plan zeitlich versetzt nacheinander dieselben Aufgaben oder denselben Arbeitsplatz übernehmen.
Schichtarbeit ermöglicht es Betrieben, ihre Betriebs- oder Servicezeiten weit über einen normalen Arbeitstag hinaus auszudehnen, etwa in der Produktion, im Gesundheitswesen oder bei Versorgungsdiensten. Dazu lösen sich verschiedene Schichten zu unterschiedlichen Tageszeiten ab.
Gängige Modelle sind der Zweischichtbetrieb mit Früh- und Spätschicht sowie der Dreischichtbetrieb, der den ganzen Tag abdeckt. Bei vollkontinuierlichen Systemen wird rund um die Uhr und auch an Wochenenden gearbeitet. Bei Wechselschicht ändert sich die Lage der Arbeitszeit regelmäßig.
Die Gestaltung der Schichtpläne hat erhebliche Bedeutung für die Gesundheit. Empfohlen werden unter anderem eine begrenzte Zahl aufeinanderfolgender Nachtschichten, ein vorwärts rotierender Wechsel von Früh über Spät zu Nacht sowie ausreichende und zusammenhängende Ruhephasen.
Schichtarbeit, insbesondere die Nachtarbeit, gilt als belastend. Diskutiert werden Zusammenhänge mit Schlafstörungen sowie Herz-Kreislauf- und weiteren Erkrankungen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend ein.
In Deutschland gelten die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes, etwa zur täglichen Höchstarbeitszeit, zu Pausen und zur Ruhezeit. Zuschläge und Freischichten für Nacht- und Wochenendarbeit werden in der Regel durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen geregelt.
Im DACH-Vergleich: Österreich: Schichtarbeit über Schichtpläne nach AZG und Kollektivvertrag. Schweiz: Schichtarbeit nach ArG, teils bewilligungspflichtig.
Allgemein verständliche Zusammenfassung in eigenen Worten, keine Rechtsberatung. Quelle: Wikipedia.