Ueberstunden erfassen – einfach erklärt
Ueberstunden zu erfassen ist nach ArbZG und BAG-Rechtsprechung nicht nur empfehlenswert, sondern in vielen Konstellationen rechtlich geboten — zum Schutz der Arbeitnehmer und zur rechtssicheren Dokumentation durch den Arbeitgeber.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG, 1 ABR 22/21) hat mit Beschluss vom September 2022 festgestellt, dass Arbeitgeber nach Par. 3 ArbZG verpflichtet sind, ein System zu betreiben, das die von Arbeitnehmern geleistete Arbeitszeit — einschliesslich Mehrarbeit — vollstaendig erfasst.
Ueberstunden entstehen, wenn die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ueberschritten wird. Moderne Zeiterfassungssoftware zeigt Mitarbeitern und Fuehrungskraeften das aktuelle Gleitzeitkonto in Echtzeit an — positiver Saldo (Ueberstunden), negativer Saldo (Minusstunden), Abbaumoeglichkeiten.
Rechtlich sind Ueberstunden nach BGB und Tarifvertrag zu vergueten oder durch Freizeit auszugleichen. Zeiterfassungssysteme unterstuetzen unterschiedliche Regelungen: Ueberstundenkappung, Kappung ab Schwellwert, Auszahlung vs. Ausgleich, Verfall am Jahresende.
Fuer die Lohnabrechnung: DATEV Lohn & Gehalt uebernimmt die erfassten Ueberstunden und die zugehoerigen Lohnarten (Grundverguetung, Ueberstundenzuschlag) direkt aus dem Zeiterfassungssystem — kein manuelles Nachtragen.
Diese Definition erklärt Ueberstunden erfassen einfach und in eigenen Worten – die Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung. Quelle: Zeiterfassung.CLOUD.